Auf das richtige Spülen kommt es an!

Warum lohnt es sich neben dem Blocken gut zu spülen?

Oberstes Ziel ist es, den Katheter während der gesamten Verweildauer durchgängig und keimfrei zu halten, um so Infektionen vorzubeugen.

Zur Vermeidung von Katheterfehlfunktionen ist die richtige Spültechnik und eine ausreichende Spülmenge von entscheidender Bedeutung.

Im Allgemeinen gelten 10ml 0,9%ige Kochsalzlösung als eine angemessene Spülmenge. Es wird ein ausreichendes Spülvolumen benötigt, um Verunreinigungen und Fibrinablagerungen im Katheter beseitigen zu können. Daher wird nach Verabreichung von viskosen Produkten, wie parenterale Ernährungslösung oder Blutkomponenten ein Volumen von 20ml Kochsalzlösung empfohlen.

Für die Spülung sind laut Empfehlung des Robert Koch Instituts (RKI) Fertigspritzen zu bevorzugen.

Aus in-vitro Studien ist bekannt, dass das Durchspülen in ungleichmäßigem Tempo mehr Ablagerungen von der Katheterwand beseitigt, als das Durchspülen mit einem gleichmäßigen Tempo oder mittels einer kontinuierlichen Infusion mit niedriger Durchflussmenge.

Bei der „Pulsatilen Flush-Methode“ wird das Kochsalz also in vielen kleinen Stößen in den Katheter gespült, um durch die Verwirbelung mehr Blut- oder Nahrungsreste von den Katheterwänden wegspülen zu können. Eine effiziente Spülung könnte auch sonstiges Biomaterial entfernen, in dem sich Mikroorganismen einnisten können und damit das Risiko von Kahteter- assoziierten Blutstrominfektionen senken.

Das sorgfältige, korrekt durchgeführte Spülen leistet somit neben der Wahl der geeigneten Locklösung einen wesentlichen Beitrag in der Pflege des Katheters, um den Zugang offen zu halten und Infektionen zuverlässig zu vermeiden.

 

Quelle: Godelieve Alice Goossens: „Auf das richtige Spülen kommt es an!“, Spektrum der Dialyse & Apherese I, Vol 05, No 4, 2015, S. 36

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