HIT II Patienten und TauroLock™?

Kann ich TauroLock™ auch bei HIT II Patienten anwenden?

Im Bereich der Dialyse gibt es die unterschiedlichsten Grunderkrankungen und oft sehr komplexe Krankheitsbilder, die es bei der Behandlung zusätzlich zu beachten gilt.
Die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) ist eine seltene, aber auch die gefährlichste unerwünschte Nebenwirkung des Heparins.
Genauer betrachtet unterscheidet man verschiedene Typen von HIT. Und nur die HIT vom Typ II ist von größerer Bedeutung. Typ I verursacht hingegen keine besonderen Probleme.

Bei der HIT II kommt zur Immunreaktion und Ausbildung von Antikörpern gegen an Plättchenfaktor 4 (PF4) gebundenes Heparin. Im weiteren Verlauf treten Blutgerinnsel auf, die mit Gefäßverschlüssen in lebenswichtigen Organen schwerwiegende Folgen haben können.
Leitsymptome der HIT II sind Abfall der Thrombozytenwerte > 50 Prozent und/oder neue thromboembolische Komplikationen, vor allem zwischen dem 5. und 14. Tag einer Heparintherapie. Die Häufigkeit der HIT II ist abhängig vom verwendeten Heparin (unfraktioniertes Heparin: niedermolekulares Heparin circa 10 : 1 ) und von der Grunderkrankung. Nach großen Operationen besteht ein größeres Risiko als bei einem Schlaganfall, gefolgt von internistischen Patienten und bei Schwangerschaften.
Die Verminderung der Thrombozytenzahl bleibt in der Regel symptomfrei; selten kommt es zu Blutungen, häufiger zu Gefäßverschlüssen. Somit ist HIT II mit einem hohen Risiko für thrombotische Komplikationen verbunden (z.B. Lungenembolie, Myokardinfarkt, thrombotischer Schlaganfall), mit besonderer Häufung tiefer Venenthrombosen und arterieller Thrombosen der Extremitäten. Aufgrund der lebensbedrohlichen Folgen ist der wichtigste Schritt zur Therapie ist das sofortige Absetzen des Heparins bei Verdacht auf eine HIT Typ II. Die Prognose bei einer HIT II Erkrankung hinsichtlich einer Erholung der Thrombozytenzahlen ist allerdings gut.
Jedoch können auch langfristige post-thrombotische Spätfolgen auftreten, wie z. B. Amputation der Extremitäten, zu Schwerbehinderung führender Schlaganfall, Herzinfarkt, oder Lungenembolie bis hin zum Tod.

Wie kann ich nun sicher den Dialysekatheter eines HIT II Patienten blocken?

In diesem Fall ist TauroLock™ die richtige Wahl. Das enthaltene 4% Citrat wirkt als Antikoagulanz und bietet den Occlusionsschutz und das Taurolidin schützt sicher vor Katheterinfektionen. Der Patient kommt so nicht mit Heparin in Kontakt und die Behandlung ist sicher. Sie können hier zwischen 3 und 5ml Ampullen oder unserer 10ml Durchstechflasche wählen. Um aber auch für HIT Patienten die bestmögliche Blockung und Durchgänigkeit des Katheters zu erzielen, besteht auch hier die Möglichkeit prophylaktisch einmal die Woche TauroLock™ mit Urokinase einzusetzen.

Schon gewusst – was ist eigentlich Heparin?

Heparine (zu altgriechisch ἧπαρ Hepar ‚Leber‘) sind körpereigene Vielfachzucker (Polysaccharide), die hemmend auf die Gerinnungskaskade wirken und daher auch therapeutisch zur Antikoagulation (Blutgerinnungshemmung) verwendet werden. Chemisch gesehen handelt es sich bei diesen Polyelektrolyten um Glykosaminoglykane.

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