NutriLock™ oder TauroLock™ vor der nächsten Behandlung aspirieren oder durchspülen?

Welche Locklösung ist im Einsatz?

Erstanwender*in oder examinierte Pflegefachkraft, neue Patient*innen oder Dauerpatient*innen? Für alle Anwender*innen unserer Produkte bei Ihren Patient*innen stellt sich vor der nächsten Behandlung immer die gleiche und sehr wichtige Frage. Wie soll ich mich verhalten, wenn NutriLock™ oder TauroLock™ vor der nächsten Behandlung nicht mehr aspiriert werden kann? Diese Frage lässt sich nicht pauschal mit einem Ja oder Nein beantworten.

Folgende zusätzliche Fragen sollten wir daher vorher beantworten. Welches Produkt befindet sich im Zugangssystem des Patient*in? Was verlangt der Hygienestandard?

Grundsätzlich gilt hier, vor Beginn der nächsten Behandlung müssen NutriLock™ und alle TauroLock™ Locklösungen aspiriert und entsorgt werden. Sollte die Entfernung von NutriLock™ nicht möglich sein, führt langsames Spülen von NutriLock™ mit Kochsalzlösung (nicht schneller als 1 Milliliter pro 3 Sekunden) nicht zu systemischen Wirkungen.

Das Durchspülen von TauroLock™ ist klinisch tolerierbar

Falls das medizinische Fachpersonal in Ausnahmenfällen entscheidet, dass das Aspirieren von TauroLock™ nicht angezeigt ist (z. B. wenn sich Blut im Katheter befindet, z.B. in der parenteralen Ernährung), ist langsames Durchspülen von TauroLock™ klinisch tolerierbar.

Anwendung bei Säuglingen und Kindern unter zwei Jahren

Spülen Sie TauroLock™ auch in Ausnahmefällen nicht bei Säuglingen und Kindern unter zwei Jahren. Das Spülen von TauroLock™-HEP100, -HEP500 oder TauroLock™-U25.000 ist nicht erlaubt. Bitte lesen Sie hierzu unbedingt die Gebrauchsanweisungen.

Was verlangt der Hygienestandard?

Um diese Fragen zu beantworten, ist es wichtig die aktiven Inhaltsstoffe von NutriLock™ und TauroLock™ zu kennen. NutriLock™ enthält (cyclo)-Taurolidin als antimikrobiellen Wirkstoff. Zusätzlich zu (cyclo)-Taurolidin enthalten TauroLock™ Locklösungen 4 % Citrat zum Erhalt der Durchgängigkeit des Katheters. Daher können wir hier festhalten, es sind weder topische, noch systemische Nebenwirkungen der Wirkstoffe bekannt. Bei zu schneller Applikation in die Blutbahn können aufgrund des Citratgehalts (Citratgehalt: 4 %) milde hypocalcämische Effekte z. B. metallischer Geschmack auftreten.

Qualitätssicherung und Behandlungsqualität

Der Hygienestandard wird von jedem Fachbereich oder jeder Einrichtung individuell festgelegt. Hier werden Arbeitsschritte zur Qualitätssicherung und Behandlungsqualität genau definiert, damit alle Mitarbeiter nach dem gleichen hygienischen Standard arbeiten. Viele Einrichtungen stellen Ihre Anwendungs- und Infektionszahlen transparent dar, mit dem Ziel Infektionen zu erfassen und zu reduzieren.

Zusammenfassung:

Es muss immer geprüft werden, welches Produkt sich im Zugang befindet. Außerdem sollten die Vorschriften des Hygienestandards berücksichtigt werden. Die Entscheidung ob aspiriert oder durchgespült werden soll trifft das medizinische Fachpersonal. Wir können hier festhalten, es sind weder topische, noch systemische Nebenwirkungen der Wirkstoffe bekannt.

Unsere Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).