„Wir leben nicht, um zu essen – wir essen, um zu leben“ *

Intravenöse Ernährungstherapie – Die parenterale Ernährung

Mangelernährung ist ein ernstzunehmendes Problem bei der Behandlung von stationären sowie von ambulanten Krebspatienten.
Gerade bei ambulanten Patienten sind wenige Informationen über deren Ernährungsstatus vorhanden, weil ein Ernährungsscreening, obwohl mehrere validierte vorhanden sind, selten angewendet werden.

Mehr als 10% des Körpergewichts an Gewichtsverlust

Bei jedem sechsten Erkrankten Patienten hat der Gewichtsverlust zum Zeitpunkt der Tumordiagnose ein erhebliches Ausmaß, bzw. mehr als 10% des Körpergewichts, erreicht. Auch bei Übergewichtigen ist ein tumorassoziierter Gewichtsverlust prognostisch ungünstig bzw. verursacht ein erkrankungsassoziierter Gewichtsverlust durchgehend eine prognoserelevante Mangelernährung. Die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt stetig ab, die Konzentration ist erschwert.

25% aller Tumorpatienten sterben an den Folgen körperlicher Auszehrung

Unsere Ernährung ist für uns lebensnotwendig. Wir können bis zu zwei Monate ohne Essen auskommen, allerdings würden wir bereits nach vier Tagen verdursten. Als erstes baut dann unser Körper Eiweiße aus den Muskeln ab. Man verliert somit an Muskelmasse. Wenn ich dies aber nicht freiwillig tue, sondern erkrankt bin, z. B. durch eine Krebserkrankung, verliere ich ungewollt an Gewicht. Eine Mangelernährung kann so entstehen. Nach Arends versterben ca. 25% aller Tumorpatienten an den Folgen körperlicher Auszehrung. Die unzureichende Versorgung der Körperzellen lässt den Stoffwechsel erlahmen.  Die Betroffenen sind anfälliger für Infektionen, haben oft Probleme mit der Wundheilung und müssen gegebenenfalls länger im Krankenhaus bleiben.

Parenterale Ernährung in Form von Infusionslösung über einen Katheter

Doch wie können Betroffene gegensteuern, wenn der Appetit verloren gegangen ist oder Übelkeit sie plagt und Sie keine Sonde gelegt haben wollen?

In diesen Fällen rät der behandelnde Arzt zu einer sogenannten „parenteralen Ernährung“. Hier werden die benötigten Nährstoffe in Form einer Infusionslösung über einen liegenden, Katheter in die Vene gegeben – sie stehen so zur Verfügung, ohne den Magen-Darm-Trakt zu belasten. Dieser Beutel enthält dann alle wichtige Nährstoffe, wie Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Spurenelemente.

Die häusliche Pflege kann durch einen Pflegedienst übernommen werden

In diesen Fällen rät der behandelnde Arzt zu einer sogenannten „parenteralen Ernährung“. Hier werden die benötigten Nährstoffe in Form einer Infusionslösung über einen liegenden, Katheter in die Vene gegeben – sie stehen so zur Verfügung, ohne den Magen-Darm-Trakt zu belasten. Dieser Beutel enthält dann alle wichtige Nährstoffe, wie Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Spurenelemente. Individuell muss für jeden Patienten die Ernährungstherapie ausgewählt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, wie lange die parenterale Ernährung erfolgen wird und welcher Zugangsweg möglich ist.

* Der griechische Philosoph Sokrates (469 bis 399 v. Chr.) sagte einmal: »Wir leben nicht, um zu essen – wir essen, um zu leben«.

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